Zwei verschobene Baukörper öffnen sich in verschiedene Himmelsrichtungen und schaffen vielfältige Räume und Atmosphären. Licht und Schatten wandern mit der Sonne durch das Haus und machen den Tagesverlauf spürbar. Die einfache Holzfassade verändert sich mit Licht, Witterung und Zeit. Die zentrale Fuge verbindet Gebäude und Gelände und hält das Areal durchlässig.
Ein Weg führt sanft zum Eingang und lädt zum Ankommen ein.
Ein Haus, das sich nicht wie ein Gebäude, sondern wie ein Zuhause anfühlt. Räume, die sich unterscheiden, leise aufeinander reagieren und durch Licht, Material und Blickbezüge eine eigene Stimmung erzeugen. Blicke wander von Raum zu Raum, nach aussen und wieder zurück. Innen und Aussen, Unten und Oben stehen in Beziehung zueinander, die Übergänge bleiben fliessend.
Ein Gemeinschaftsraum, in dem sich Blickachsen quer durch das Haus öffnen und Räume leise miteinander verbinden.
Grundriss EG
Grundriss Erdgeschoss Der zentrale Eingang verbindet Innen und Aussen. Cafeteria, Speisesaal und gemeinschaftliche Räume öffnen das Haus zur Umgebung und machen das Erdgeschoss zum öffentlichen Mittelpunkt.
Grundriss 1. Obergeschoss
Die Demenzwohngruppe erhält einen direkten, ebenerdigen Zugang zum geschützten Garten. Der verbleibende Teil des Geschosses nimmt die Technik auf und liegt strategisch über der Küche.
Grundriss 2. Obergeschoss
Die zwei Baukörper entsprechen zwei Pflegewohngruppen und bilden zusammen eine Abteilung. Die zentrale Erschliessung verbindet beide Bereiche. Die Pflegewohngruppen organisieren sich um zentrale Lichthöfe und fliessende Rundläufe. Diagonale Sichtbezüge verbinden die beiden Wohnbereiche und schaffen Orientierung. Aufgeweitete Gänge bilden Aufenthaltsnischen mit Licht und Ausblick.
Schnitt
Das natürliche Gefälle wird genutzt und mit vor Ort vorhandenem Erdreich gezielt ergänzt. So erhält die Demenzwohngruppe im 1. Obergeschoss einen ebenerdigen Zugang zum geschützten Garten. Der erdüberdeckte Schutzraum wird ins Gelände integriert – auf ein Untergeschoss in der ehemaligen Deponie kann verzichtet werden.
Ein Garten, der Teil des Hauses wird. Wege verbinden Bewohner, Besucher und Landschaft und schaffen Orte für Bewegung, Begegnung und Rückzug. Das durchlässige Areal bleibt offen für zukünftige Entwicklungen. Regenwasser wird gesammelt, geführt und vor Ort versickert. Eine artenreiche Vegetation verbindet Wiesen, Wasser und bestehenden Waldbestand.

Detail Schnitt
Das Gebäude folgt dem natürlichen Terrainverlauf und reduziert den Eingriff in den schwierigen Baugrund. Durch gezielte Aufschüttungen wird der Aushub minimiert und das Erdmaterial vor Ort wiederverwendet. Die leichte, oberirdische Konstruktion reduziert die Belastung des Baugrunds. Holz und Lehm prägen die Konstruktion und verbinden einen geringen Materialeinsatz mit einer langlebigen Bauweise. Kompakte Baukörper, passive Sonnennutzung und erneuerbare Energie verbinden räumliche Qualität mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Verfahren: offentlicher Projektwettbewerb
Ergebnisse: 3 Rundgang
Jahr: 2026
Ort: Fiesch, Wallis
Nutzung: Altersheim
Geschossfläche: 6938 m2
Auftraggeber: Stiftung Regionales Pflegeheim St. Theodul
Projektbeteiligte:
Modellbau: Modellbau Wolf GmbH
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